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Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung: Kriminell ist das System – nicht der Widerstand dagegen

Im Oktober 2019 wurde die Schlachtfabrik in Kellinghusen blockiert. Tönnies fordert von den Aktivist*innen von Tear Down Tönnies nun Schadensersatz.
Am 06.07. um 11:00 findet der Prozess gegen einen Genossen am Landgericht Ingolstadt (Auf der Schanz 37) statt.
Wir rufen daher zur Kundgebung ab 10:30 vor dem Landgericht Ingolstadt und ab 11Uhr zur solidarische Prozessbegleitung im Landgericht auf.

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Aktionstraining und Infoveranstaltung in München zum Camp von Gemeinsam gegen die Tierindustrie

Aktionstraining im Sophia-Goudstikker-Park (Obergiesing) um 14:00.
Danach Infoveranstaltung im Barrio Olga Benario München (Schlierseestraße 21 / http://barrio-benario.de/) um 18:30



Der Klimawandel schreitet rasend schnell voran, der Amazonas Regenwald brennt und immer mehr Ökosysteme brechen zusammen.

Eine Industrie, die maßgeblich dazu beiträgt: Die Tierindustrie. Um Futtermittel zu erzeugen, werden Wälder vernichtet und gigantische Flächen mit industriellen Monokulturen bewirtschaftet. Gülle und Mist verunreinigen Grund- und Oberflächenwasser. Zugleich müssen Arbeiter*innen in den Ställen, Schlacht- und Zerlegebetrieben unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften. Tiere zählen dabei nur als Waren. Sie leiden extrem. In vielen Teilen der Welt verteuert die Tierindustrie Grundnahrungsmittel und den Zugang zu Land und sorgt so für Hunger. Auch die Corona-Krise hat ihre Ursachen u.a. in der Zerstörung unserer natürlichen Grundlagen – nicht zuletzt verantwortet von der Tierindustrie! Inmitten der ökologischen Krise verzeichnen Agrar- und Fleischkonzerne Rekordumsätze auf Kosten von Menschen, anderen Tieren und unser aller Zukunft.

Dem wollen wir etwas entgegensetzen. Zwischen dem 12. und 17.Juli werden wir in einer Massenaktion zivilen Ungehorsams die Betriebe des größten deutschen Geflügelzüchters in Rechterfeld (Niedersachsen) lahmlegen. Denn dort hat die PHW-Gruppe ihren Unternehmenssitz: mit ihren Marken Wiesenhof, Bruzzzler und co. ist sie der größte deutsche Geflügelzüchter und -verarbeiter.

Gleichzeitig wollen wir für eine Landwirtschaft und ein System demonstrieren, die nicht auf der Ausbeutung von Menschen, anderen Tieren und der Natur gründen. Lasst uns gemeinsam die Ausbeutung von Arbeiter*innen und die Gewalt gegen Tiere beenden. Für die Überwindung des kapitalistischen Systems!

Hinter Aktion und Camp steht ein großes Bündnis aus unterschiedlichen Bewegungen. Denn es ist höchste Zeit, sich zusammenzuschließen und eine gemeinsame Schlagkraft zu entwickeln, um eine grundlegende Agrar- und Systemwende herbeizuführen – kreativ, vielfältig und entschlossen.


Themen des Vortrages sind ua:

– Was sind die Pläne, warum PHW / Wiesenhof?
– Das Camp als Ort des Protests, des Austauschs und der Vernetzung
– Die Massenaktion als kollektive und bildstarke Form des zivilen Ungehorsams
– Anreise und praktische Hinweise


Und um vorbereitet in die Aktion zu gehen, lohnt sich eine gute Vorbereitung. Um 14:00 wollen wir uns darum gemeinsam in einem Aktionstraining auf die Aktion vorbereiten. Treffpunkt ist der Sophia-Goudstikker-Park, Eingang Nordwestlich, Ecke Ruppertsberger – Oggersheimer Straße.

Grundlegende Inhalte des Trainings sind ua:
– Was sind eigentlich Bezugsgruppen und wie treffen wir in Aktion gemeinsam Entscheidungen in Stresssituationen?
– Wie lassen sich Polizeiketten überwinden und wie blockiere ich mit meinem Körper?
– Was gibt es für verschiedene Blockadetechniken?

Das Aktionstraining besteht aus theoretischen und praktischen Teilen.
Da es nicht immer möglich sein wird Abstände einzuhalten, bringt bitte Masken mit. Und denkt an dem Wetter entsprechend, gemütliche und evtl sportlicheKleidung. Stift und Papier für Notizen können sinnvoll sein.


Ihr habt noch Fragen oder seid einfach neugierig? Dann kommt am 4. Juni.
Wir freuen uns auf euch!

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Studie „Milliarden für die Tier­industrie“ von Gemeinsam gegen die Tierindustrie veröffentlicht

Wie der Staat öffentliche Gelder in eine zerstörerische Branche leitet

Veröffentlicht am 04.03.2021

Subventionen für Tierfabriken und Futteranbau, Sozial- und Beratungsleistungen für Tierhalter*innen oder reduzierte Mehrwertsteuer auf Fleisch, Milch und Eier: Der Staat unterstützt die Tierwirtschaft und den Absatz tierbasierter Produkte auf vielfältige Weise.

Die neue Studie vom Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ fasst zum ersten Mal zahlreiche Fördermaßnahmen zusammen.

Milliarden für Tierleid und gegen unsere Lebensgrundlage

Die intransparente Datenlage lässt nur bei einem Teil der Posten eine Quantifizierung zu. Aber schon dabei kommen die Studienersteller*innen auf über 13 Milliarden Euro im Jahr. Diese gigantische Summe aus öffentlichem Geld fließt maßgeblich in Tierfabriken, die die Klimakrise anheizen, Menschen ausbeuten, enormes Tierleid verursachen und unser aller Gesundheit gefährden.

Hinzu kommen viele weitere Fördermaßnahmen, für die die Studienersteller*innen keine Beträge schätzen können, die Sie aber in der Studie beschreiben.

Im Bewertungsteil stellen Sie die fatalen Auswirkungen der Tierindustrie im Hinblick auf Menschen, Tiere, Gesundheit, Umwelt und Klima dar und liefern vor diesem Hintergrund eine Kritik an der aktuellen Förderungspolitik.

Die Agrarwende: Ausstieg aus der Tierindustrie

Davon ausgehend fordert das Bündnis den Ausstieg aus der Tierindustrie und damit eine umfassende Transformation von Landwirtschaft und Ernährung.

Die gesamte Studie, eine Kurzfassung, eine englische Zusammenfassung sowie die Forderungen des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ könnt ihr hier downloaden.

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Aufruf: „PHW ade!“ – Aktionscamp und Massenaktion des zivilen Ungehorsams des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ im Juli 2021

Der Klimawandel schreitet rasend schnell voran, der Amazonas-Regenwald brennt unaufhörlich und immer mehr Ökosysteme brechen zusammen. Ein wichtiger Grund: Die Tierindustrie.

Um Futtermittel zu erzeugen, werden Wälder vernichtet und gigantische Flächen mit industriellen Monokulturen bewirtschaftet. Gülle und Mist verunreinigen Grund- und Oberflächenwasser. Zugleich müssen Arbeiter*innen in den Ställen, Schlacht- und Zerlegebetrieben unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften. Empfindsame Tiere zählen dabei nur als Waren. Sie leiden extrem. In vielen Teilen der Welt verteuert die Tierindustrie Grundnahrungsmittel und den Zugang zu Land und sorgt so für Hunger. Auch die Corona-Krise hat ihre Ursachen u.a. in der Zerstörung unserer natürlichen Grundlagen – nicht zuletzt verantwortet von der Tierindustrie!

Inmitten der ökologischen Krise verzeichnen Agrar- und Fleischkonzerne Rekordumsätze auf Kosten von Menschen, Tieren und unser aller Zukunft. Das ist ein Skandal!

Zwischen dem 10. und 18. Juli 2021 werden wir in einer Massenaktion zivilen Ungehorsams die Betriebe des größten deutschen Geflügelzüchters in Rechterfeld (Niedersachsen) lahmlegen. Die PHW-Gruppe, bekannt durch die Marken Wiesenhof und Bruzzzler, ist einer der wichtigsten Akteure der deutschen Tierindustrie.

Ein Aktionscamp in der Nähe der Betriebe wird außerdem ein Ort des Protests, der Vernetzung und der Weiterbildung im Kampf gegen die Tierindustrie sein.

Hinter Aktion und Camp steht ein großes Bündnis aus unterschiedlichen Bewegungen. Denn es ist höchste Zeit, sich zusammenzuschließen und eine gemeinsame Schlagkraft zu entwickeln, um eine grundlegende Agrarwende herbeizuführen – kreativ, vielfältig und entschlossen. Gemeinsam stoppen wir PHW!

Mit unserer Aktion fordern wir:

Abschaffung der Tierindustrie! Schließung aller Anlagen!

Wir fordern die Enteignung von PHW und die Umstellung der Anlagen in ökologisch verträgliche und solidarische Pflanzenproduktionsstätten unter der Selbstverwaltung der Arbeiter*innen. Im Zuge einer umfassenden Agrarwende muss die Tierindustrie als Ganze abgeschafft und durch eine Landwirtschaft ersetzt werden, die nicht auf Kosten anderer fühlender Individuen erfolgt und nicht am Gewinn orientiert ist.

Lasst uns zusammen widerständig sein gegen Klima-Ungerechtigkeit und solidarisch stehen mit allen, die von der Klimakrise betroffen sind. Lasst uns gemeinsam die Ausbeutung von Arbeiter*innen und die Gewalt gegen Tiere beenden. Für die Überwindung des kapitalistischen Systems!

PHW ADE! FÜR EINE SOLIDARISCHE UND ÖKOLOGISCHE AGRARWENDE

SYSTEM CHANGE NOT CLIMATE CHANGE!

Auf dem Camp wird es Vorträge, Workshops und Diskussionen geben. Mehr Infos dazu bald auf unserer Homepage.

Eine ausführliche Version unseres Aufrufs findet ihr hier.

Kontakt: mail (at) gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org

Schadensersatzforderung von Tönnies: 11. März. Alle nach Braunschweig!

+++ 11. März 2021: Verhandlung in Braunschweig +++

Kriminell ist das System-Tönnies und nicht der Widerstand dagegen

+++ Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung +++

Kundgebung: 12.30 vor dem Landgericht Braunschweig, Münzstraße 17

Solidarische Prozessbegleitung: 13.30 im Landgericht Braunschweig, Münzstraße 17

Am 19. Oktober 2019 blockierten zahlreiche Aktivist*innen der Gruppe Tear down Tönnies, eine Schlachtfabrik des größten Fleischkonzerns Europas in Kelling Husen in Schleswig Holtstein. Dort werden täglich bis zu 6.000 Schweine geschlachtet. Tönnies gibt an, dass durch die Aktion ein Schaden von knapp 40.000 € entstanden sei. Seit Juli 2020 versucht der Konzern das Geld von einigen Aktivist*innen einzutreiben. Nachdem diese sich weigerten Geld an ein Unternehmen zu zahlen, das verantwortlich für die extreme Ausbeutung von Arbeiter*innen, Klimakrise, Naturzerstörung und Gewalt an Tieren ist, versucht Tönnies die Forderung gerichtlich durchzusetzen.

Tönnies hat veranlasst das die Verfahren aufgesplittet werden und es somit zahlreiche einzelne Verfahren an den jeweiligen Wohnorten der Aktivist*innen gibt. Die einzelnen Gerichte werden darüber zu entscheiden haben, ob dies ein Missbrauch der Prozessordnung durch Tönnies darstellt.

Tönnies hat mittlerweile die Klage um eine Unterlassensforderung ergänzt und offenbart damit, worum es ihm bei der Klage eigentlich geht. Es geht nicht um den Ausgleich eines (bisher nicht belegten) Schadens, sondern um die Unterbindung weiterer kraftvoller Aktionen und die Abschreckung von Aktivist*innen.

Die Versuche der Einschüchterung von Kritikerinnen hat bei Tönnies bereits Tradition. So wurden auch schon Gewerkschaften und Aktivist*innen, die sich für die Rechte der von Tönnies ausgebeuteten Arbeiter*innen einsetzten, mit Unterlassensklagen überzogen.

Doch wir haben mehr zu verlieren als 40.000 Euro. Wir können nicht weiter zulassen das Konzerne, wie Tönnies, die Lebensgrundlage auf unserem Planten vernichten. Menschen, Tiere und die Natur ausbeuten und zerstören. Deshalb kann unsere Antwort nur lauten, den Protest fortzusetzen und zu intensivieren. Unterstützt uns dabei!

Wir fordern ein Ende der Ausbeutung durch Konzerne wie Tönnies!
Wir fordern einen Ausstieg aus der Tierindustrie!
Wir fordern eine längst überfällige Agrarwende hin zu einer solidarischen und biologischen Landwirtschaft! Tönnies enteignen!

Kommt alle zur Kundgebung, nehmt an der Verhandlung teil und solidarisiert euch mit den Aktivist*innen.

Die Kundgebung wird mit Abstand sowie Mund- und Nasenbedeckung durchgeführt

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Wir rechnen mit zahlreichen weiteren Gerichtsterminen bei denen Prozess-
und Anwaltskosten auf uns zukommen werden.

Unterstütze uns mit einer Spende!

Empfänger: VusEumUmseP e.V.

IBAN: DE30 8306 5408 0004 0613 81

BIC: GENODEF1SLR

[WICHTIG!] Betreff: TDT2110

Bitcoin Adresse:

1HRszUVJGwzuC5oGhaCQutF9Fk1548e7iX

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Hintergrund:

Zuletzt stand das Unternehmen Tönnies durch die hohe Zahl an
Corona-Infektionen an seinem Hauptstandort in Rheda-Wiedenbrück
(Nordrhein-Westfalen) in den Schlagzeilen. Mehr als 1.300 Arbeiter*innen
des größten Schlachthofs Europas hatten sich mit dem Virus Covid-19
infiziert. Grund dafür war der Mangel an Schutzmaßnahmen vonseiten des
Unternehmens. Es kam zu einem Lockdown des Kreises Gütersloh und zu
einer vierwöchigen Schließung des Schlachtbetriebs.

Doch bereits vor der Corona-Krise stand Tönnies regelmäßig negativ in den Schlagzeilen: Die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in der deutschen Fleischindustrie sind seit vielen Jahren bekannt. Und auch für andere Krisen trägt der Tönnies-Konzern eine Mitverantwortung: Die Klimakrise schreitet immer weiter voran, dabei verursacht die Tierproduktion etwa ein Sechstel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Nitratverseuchung des Grundwassers, Antibiotikaresistenzen sowie die Abholzung des Regenwaldes für Futtermittelimporte sind nur einige weitere negative Folgen der Tierproduktion. Die grausame Ausbeutung und Gewalt gegen Tiere ist ebenfalls bekannt und dokumentiert, doch selbst kleinste Versuche der Verbesserung der Lebensbedingungen für die Tiere scheitern am Widerstand der Fleischindustrie und allen voran des größten Players Tönnies,

In NRW beantragt Tönnies Geld für seinen selbstverschuldeten Betriebsausfall vom Staat und in SH werden Aktivist*innen zur Kasse gebeten. Dass dies in einer Zeit passiert, in der die Tierindustrie noch nie so breit und kritisch diskutiert wurde und der Widerstand vor den Schlachthoftoren stetig wächst, ist kein Zufall. Diese dreisten Geldforderungen lassen sich als Reaktion eines schlechten Verlierers verstehen. Dies dürfen wir uns nicht gefallen lassen.

Tear Down Tönnies.

02.11.2020: Tönnies-Schlachtfabrik in Kellinghusen blockiert!


https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Aktivisten-blockieren-Schlachthof-in-Kellinghusen,schlachthof642.html?fbclid=IwAR0HmK4_AildpDarOTA9Er_KAEkEi-ez9Ezm77iTkBTJHEOtXCwoh2MUTbU

Wir teilen hier den Auszug aus der Pressemitteilung der Aktivist*innen von Gemeinsam gegen die Tierindustrie:

„Seit den frühen Morgenstunden blockieren über 50 Aktivist*innen vom Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie den Schlachthof von Tönnies in Kellinghusen, Schleswig-Holstein. Sie fordern, die Tönnies-Betriebe zu vergesellschaften und zu solidarisch organisierten Produktionsstätten für pflanzliche Nahrungsmittel umzubauen.

Aktuelle Infos:

https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/toennies…/
Twitter: https://twitter.com/GGTierindustrie
Facebook: https://www.facebook.com/GemeinsamGegenDieTierindustrie/

Auszug aus der Pressemitteilung:

Kellinghusen, 2.11.2020. Seit 4:30 Uhr heute morgen steht der Schlachthof von Tönnies in Kellinghusen still. Sechs Aktivist*innen sind auf ein Dach geklettert und haben ein Banner mit der Aufschrift „Shut Down Tierindustrie“heruntergelassen. Weitere fünf haben sich an der Verladerampe und dem Tor fest gekettet und eine dritte Gruppe macht eine Sitzblockade auf der Zufahrt. Die Aktion verläuft unter strenger Einhaltung des Infektionsschutzes, alle Aktivist*innen halten entsprechend Abstand und tragen einen Mund-Nasen-Schutz.

„Die zweite Corona-Welle ist da. Die Bedingungen an den Schlachthöfen sind noch immer mit dem Infektionsschutz völlig inkompatibel, daran hat sich nichts geändert. Darauf gibt es nur eine Antwort: Die Produktion muss jetzt beendet werden“ sagt Franziska Klein von Gemeinsam gegen die Tierindustrie.

„Die Arbeiter*innen in den Schlachthöfen werden brutal ausgebeutet – die Regierung will daran bislang nichts ändern, denn das geplante Verbot von Werkverträgen ist wegen der CDU/CSU erst mal vom Tisch. Außerdem heizt diese Industrie das Klima auf und fügt Tieren massives Leid zu. Die Industrie soll trotz aller fatalen Auswirkungen und Skandale unverändert am Laufen gehalten werden. Dagegen fordern wir, die Betriebe zu vergesellschaften, die Produktion auf Pflanzenverarbeitung umzustellen und den Landwirt*innen den Ausstieg zu ermöglichen.”Seit Beginn der Pandemie sind Schlachthöfe immer wieder Corona-Hotspots. Tönnies ist ein Schwerpunkt-Betrieb, mit über 2.000 Infektionen in Folge eines einzigen Ausbruches Ende Juni am Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück. Durch die wiederkehrenden Ausbrüche steckt die Schweinebranche in einer doppelten Krise: Die zahlreichen Corona-Infektionen führen dazu, dass Schlachthöfe schließen müssen oder mit verringerter Kapazität laufen. So entsteht in den Betrieben ein „Schweinestau“. Zugleich breitet sich die Schweinepest weiter aus und ruiniert das Exportgeschäft. Franziska Klein kommentiert: „Die Schweine – intelligente, empfindsame, neugierige Tiere – gelten in dieser Branche nur als Waren, die möglichst effizient verwertet werden müssen. Das kapitalistische Wirtschaftssystem ordnet das Leid der Tiere dem Streben nach Profit unter. Es macht wenige Menschen reich und fügt vielen enormen Schaden zu. Auch immer mehr Bäuer*innen werden durch Konzernmacht und Wachstumszwang in den Ruin getrieben, während Deutschland mit der EU die Agrarwende blockiert.Dabei gibt es Alternativen! Wir müssen jetzt für sie kämpfen: Für eine Welt der Solidarität statt einer der Ausbeutung und Zerstörung.

“Der Tönnies-Konzern war in diesem Jahr bereits mehrfach wegen zahlreicher Corona-Infektionen und schlechter Arbeitsbedingungen in den Schlagzeilen. Im Sommer forderte der Konzern außerdem 40.000 Euro Schadensersatz von einer Gruppe von Aktivist*innen, die unter dem Namen „Tear Down Tönnies“ bereits im Oktober 2019 den Schlachthof in Kellinghusen blockierten.Das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie solidarisiert sich mit der heutigen Aktion auch mit den betroffenen Aktivist*innen sowie mit Bürgerinitiativen und Gruppen, die sich vor Ort gegen den Schlachthof einsetzen. „Das jetzige Agrarsystem können wir nur durch entschlossenen gemeinsamen Widerstand verändern“, sagt Franziska Klein. „Wir lassen uns nicht einschüchtern!“

Für diesen Prozess brauchen die Aktivist*innen weiterhin Eure solidarische Unterstützung. Wir freuen uns über jede Unterstützung ob Spende, Soli-Aktion, Begleitung der Prozesse oder die Verbreitung unseres Spendenaufrufs.

Aktuelle Informationen findet ihr unter: https://teardowntoennies.noblogs.org/

Kontakt aufnehmen könnt ihr unter: teardowntoennies@riseup.net

Spendenkonto:

Empfänger: VusEumUmseP e.V.
IBAN: DE30 8306 5408 0004 0613 81
BIC: GENODEF1SLR[WICHTIG!]
Betreff: TDT2110
Bitcoin Adresse: 1HRszUVJGwzuC5oGhaCQutF9Fk1548e7iX
https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/tear-down…/

Tear down Tönnies: Aktueller Stand von Tönnies Schadensersatzforderungen

Wir teilen hier die Stellungnahme von Tear down Tönnies zu den Schadensersatzklagen von Tönnies und den Spendenaufruf für die von Repression betroffenen Aktivist*innen.

„Bereits im August organisierten wir eine Demonstration in Solidarität mit den von Repression betroffenen Aktivist*innen von Tear down Tönnies. Mittlerweile haben mehrere Gerichte Klage gegen einige der Aktivist*innen erhoben. Allerdings will Tönnies jetzt nur noch die Hälfte der Kosten haben. Ein erster Teil-Erfolg. Nun gilt es den Protest weiter aufrechtzuerhalten und Tönnies von sämtlichen Geldforderungen abzubringen.

Für die anstehenden Prozesse brauchen die Genoss*innen aber auch weiterhin finanzielle Unterstützung. #Tönnies geht vor Gericht. Mittlerweile hat Tönnies eine Klage bei den Landgerichten an Wohnorten von mehreren Aktivist*innen in Kiel, Lübeck, Ingolstadt und Berlin erhoben. In der Klage verzichtet Tönnies, erstmal unter Vorbehalt, auf den entgangenen Gewinn. Wahrscheinlich weil sie bereits selber eingesehen haben, das diese Forderung juristisch nicht durchsetzbar ist. Weiterhin werden die Kosten für Aufstallung und Wartezeiten in Höhe von 18.329,11 Euro in Rechnung gestellt. Hinzukommen kommen noch die Kosten des Rechtsstreits.

#Strafbefehl vom Amtsgericht ItzehoeEin Aktivist hat einen Strafbefehl wegen Hausfriedensbruch in Höhe von 70 Tagessätzen vom Amtsgericht Itzehoe erhalten. Gegen diesen legte er Widerspruch ein.Wir werden uns von der Schadensersatzforderung und dem Strafverfahren durch Tönnies nicht einschüchtern lassen. Unser Protest geht weiter. Wir freuen uns auf die juristische Auseinandersetzung mit der Firma.Gegenstand des Verfahrens wird auch sein wer hier wem Schadensersatz zu leisten hat. Wir der Firma Tönnies? Oder die Firma Tönnies den Tieren die in den Betrieben Angst, Gewalt und den Tod erfahren haben? Den Arbeiter*innen die in den Betrieben ausgebeutet werden, einen gesundheitlichen Schaden erlitten haben? Den Menschen und Tieren die vom Klimawandel betroffen sind? Den Menschen und Tieren die von der Umweltzerstörung durch die Tierproduktion betroffen sind? Für diesen Prozess brauchen wir weiterhin Eure solidarische Unterstützung.

Wir freuen uns über jede Unterstützung ob Spende, Soli-Aktion, Begleitung der Prozesse oder die Verbreitung unseres Spendenaufrufs.Aktuelle Informationen findet ihr unter: https://teardowntoennies.noblogs.org

Kontakt zu uns aufnehmen könnt ihr: teardowntoennies@riseup.net

Spendenkonto:Empfänger: VusEumUmseP e.V. IBAN: DE30 8306 5408 0004 0613 81BIC: GENODEF1SLR[WICHTIG!] Betreff: TDT2110Bitcoin Adresse: 1HRszUVJGwzuC5oGhaCQutF9Fk1548e7iX https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/tear-down…/

Aktionsvideo der Tönnies- Blockade

Das Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie blickt in diesem Video auf die Tönnies-Blockade am vergangenen Wochenende zurück.

Der Druck Auf Tönnies wächst. Die Tierbefrei*innen Leipzig organisieren für den kommenden Samstag eine Demonstration zum Tönnies-Schlachthaus in Weißenfels.

Kommt vorbei und fordert auch ihr „Shut down Tierindustrie!“ – Schluss mit der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur!

04. Juli: Tönnies-Schlachtfabrik besetzt

Copyright: Mike

Gestern haben 30 Aktivist*innen vom Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ das Dach der umstrittenen Tönnies-Schlachtfabrik in Rheda-Wiedenbrück sowie dessen Hauptzufahrtsstraße besetzt.

Sie fordern eine dauerhafte Schließung der Schlachtfabrik und die Abschaffung der Tierindustrie.

Eine Chronik zur Aktion findet ihr hier:
https://www.facebook.com/GemeinsamGegenDieTierindustrie/

Die Pressemitteilung des Bündnisses:
https://gemeinsam-gegen-die-tierindustrie.org/toennies-sc…/…

Vielen Dank an alle Aktivist*innen für diese medienwirksame Aktion!
Wir hoffen, alle sind wohlauf.

Solidarische Grüße